
Irgendwann in den 90er, um genauer zu sein 1996, wurde das uns allen bekannte elektronische Ei erfunden. Alsbald wurde es zu einem Boom, der Anfang 1997 auch nach Deutschland schwappte.Erinnert sich jemand an seins?
Das Tamagotchi, dessen Namen sich aus dem japanischen Worte „tamago“ (dt. Ei) und dem englischen „watch“ (dt. Uhr) zusammensetzt, ist ein Spielzeug. Beim ersten einschalten wird zunächst ein kleines Ei sichtbar. Aus dem Ei soll schließlich ein kleines Etwas werden, das fortan auf dem kleinen Display sein „Leben“ verbringen wird. Essen, spielen, aufs Klo gehen, schlafen, krank werden und bestraft werden – damit verbringt es seine Zeit.
Und was macht der/die Besitzer/in des Ei’s? Naja, sich kümmern. Mit drei knöpfen kann er/sie entweder in liebevoller Hingabe oder lustlosem Zwang auf das klein, piepsende etwas regieren. „Oh, es hat Hunger. Dann gebe ich ihm mal etwas. Hmm, warum isst es denn nicht? Naja, dann muss ich es halt bestrafen. Ah jetzt gehts – so bist du ein braves Tamagotchi!“
Wenn alles gut läuft, es nicht einer Krankheit oder Langweile zu Opfer gefallen ist, entwickelt sich ein prächtiges, erwachsenes Etwas. Man hat gewonnen.
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